Tarifvertrag einzelhandel nrw gehaltsgruppen

Auch wenn die Arbeitgeber noch bis Dezember 2021 Zeit haben, das NEUE Gehaltssystem umzusetzen, sollte die Umstellung rechtzeitig geplant werden. Jeder einzelne Mitarbeiter muss einer neuen Beschäftigungsgruppe zugeordnet und neu klassifiziert werden. Der neu ausgestellte “Dienstzettel” muss die neuen Formvorschriften für All-in-Gehälter erfüllen. Die Abstimmung mit dem Betriebsrat sollte, falls vorhanden, im Zeitplan berücksichtigt werden. Die Umstellung auf das NEW-System unterliegt einer klaren Schlüsseldatumsregelung: Die Änderung muss gemeinsam für alle Mitarbeiter eines bestimmten Unternehmens am selben Tag gelten. So wird das Unternehmen nicht zwei Gehaltssysteme parallel abwickeln müssen, sondern das OLD-Gehaltssystem gilt bis zum Wechsel auch für neue Mitarbeiter. Neu gegründete Unternehmen oder Unternehmen, die den Tarifvertrag im Handelssektor zum ersten Mal anwenden (z. B. weil sie zu diesem Tarifvertrag wechseln), müssen ihre Mitarbeiter nach dem NEW-Gehaltssystem klassifizieren. Andernfalls muss das Umstellungsdatum (der der erste Tag eines bestimmten Monats sein muss) durch eine Shopvereinbarung festgelegt werden. Ist kein Betriebsrat eingesetzt worden, so kann das Unternehmen den Termin festlegen, muss die Arbeitnehmer jedoch spätestens drei Monate vor der geplanten Umstellung schriftlich informieren. Als nächstes müssen die Arbeitnehmer (in Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat, wenn einer gegründet wurde) in das NEUE Gehaltssystem versetzt und spätestens vier Wochen vor dem Umstellungstermin durch eine NEUE Arbeitsanzeige (“Dienstzettel”) darüber informiert werden.

Unternehmen mit bundesweiten Betrieben oder über 800 Mitarbeitern müssen über eine Shop Steward-Organisation verhandeln, um die lokale Interaktion zu erhöhen. Der Tarifvertrag legt ein Minimum an zu erörternden Fragen fest. Unternehmen im Handelssektor wurde eine Übergangsfrist bis zum 1. Dezember 2021 für die Umstellung auf das NEUE Gehaltssystem für ihre Beschäftigten eingeräumt. Angesichts der für die Änderung erforderlichen administrativen Eingaben ist es ratsam, rechtzeitig mit der Planung zu beginnen. Die Reform des Lohnsystems, die bereits am 1. Dezember 2017 in Kraft trat, zielte darauf ab, die Zahl der Gehaltspläne zu verringern und insbesondere ein modernes System von Beschäftigungsgruppen zu schaffen, mehr Rechtssicherheit bei der Einstufung von Arbeitsplätzen zu erreichen und nicht zuletzt die Altersdiskriminierung zu bekämpfen, indem die förderfähige Anzahl von Dienstjahren bei früheren Arbeitgebern gedeckelt wird. Die Beschäftigten der früheren Beschäftigungsgruppen 1 bis 6 müssen je nach Tätigkeit den Beschäftigungsgruppen A bis H im Rahmen des neuen Beschäftigungsgruppensystems zugeordnet werden.